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Automatic Train Operation (ATO)
Die Steuerung
der einzelnen Fahrzeuge kann vereinfacht folgendermaßen beschrieben werden:
Ausgabe eines Kraftsollwertes an die Antriebskonfigurationen,
abhängig von:
- der aktuellen Position,
- der Ist-Geschwindigkeit
und
- der Soll-Geschwindigkeit, die wiederum
abhängt
von
- den Trassierungselementen (Kurvigkeit, Gradiente,
Oberbau),
- der Position auf der Strecke,
- der zeitlichen Lage des Fahrzeugs im Fahrplan (Verspätung
aufholbar?) und
- der Entfernung bis zum nächsten vorausfahrenden
Fahrzeug.
Das so regulierte Drehmoment
und die Drehzahl der Fahrmotoren regelt nun die tatsächliche Geschwindigkeit
an die Soll-Geschwindigkeit des Zuges heran (siehe Regelkreis).
Die tatsächlich
gefahrene Geschwindigkeit darf immer nur so hoch sein, dass eine berechnete
Bremskurve der aktuellen Geschwindigkeit bis zum nächsten definierten Ziel-(Gefahren)punkt
unter allen Umständen eingehalten werden kann.
Die genaue Positionsermittlung
der Züge auf der
Strecke erfolgt durch die Ortung.
Ein weiteres sehr wichtiges Einflusskriterium
in den Regelkreislauf der Fahrgeschwindigkeit ist auch die Verfügbarkeit des
Bremssystems. Ist eine Mindestbremsverzögerung bzw. ein Maximalanhalteweg
aus irgendwelchen Gründen durch die Technik nicht realisierbar, muss das gegenwärtige
Fahrprofil des Fahrzeuges sofort so angepasst werden, dass die veränderte
(verlängerte) Bremsparabel wieder komplett im Raum bis zum nächsten
definierten Gefahrenpunkt liegt. (Reduzierung der Geschw.)Sicherungstechnisch
relevante Daten für Fahrzeugrechner
und Leit- / Steuerzentrale sind also für jedes Fahrzeug:
-
Zielentfernung
-
Zielgeschwindigkeit
-
Sollgeschwindigkeit
Die Kommunikation (Informationsaustausch aller Fahrzustandsdaten)
zwischen den bordseitigen ATO-Rechnern und der Leit- / Steuerzentrale muss über
eine signaltechnisch sichere Verbindung realisiert werden:
- induktive Linienleiter
- Balisen
- Funkkanal
sollte diese ungewollt unterbrochen werden, muss der Zug
zwangsgebremst werden.