Ortung der Fahrzeuge auf der Strecke Die vollautomatische Zugsteuerung erfordert für die sichere Betriebsdurchführung zu jedem Zeitpunkt die genauen Positionen aller Fahrzeuges auf der Strecke! Dies ist für die Zugfolgeregelung im Mobilen Block- oder Kleinblock - System Voraussetzung. Weil sich nachfolgende Züge in dieser Betriebsform an der Position und der Geschwindigkeit vorausfahrender Züge orientieren, muss die Kenntnis des Zugschlusses (Position Wagenende) immer verfügbar sein. Besonders wichtig ist dies auch bei der Zielbremsung vor Stationseinfahrten mit Bahnsteigtüren, weil die Zugtüren zentimetergenau auf Höhe der Bahnsteigsicherungswände zum stehen kommen müssen, um den Passagierwechsel reibungslos und sicher durchführen zu können.Um grösstmögliche Sicherheit zu erreichen, werden meistens zwei unabhängig arbeitende und verschiedene Sensorsysteme im Fahrzeug eingebaut.
Mögliche strecken- und Fahrzeugseitige Einrichtungen zur Fahrzeugortung:
Linienleiter, vergleichbar mit der Linienförmigen Zugbeeinflussung (LZB, Notabbremsung und Führen von Zügen der DB AG für vmax > 160 Km/h), jedoch an die abweichenden Bedürfnisse des Nahverkehrs angepasst:Bidirektionale Informationsübertragung (zwischen Fahrzeug und Leitzentrale in beiden Richtungen) möglich. Die häufigste angewandte Methode der Informationsübertragung zwischen Fahrzeug und ortsfesten Einrichtungen arbeitet nach dem Induktionsprinzip.Verkürzung der Kreuzungsabstände der beiden Kabel von 100 auf ca. 25 m (exaktere Ortungsimpulse bei kleineren Geschwindigkeiten )Jedes Fahrzeug hat eine zugewiesene Adresse.Standort der Züge wird ab einem absoluten Fixpunkt am Anfang der Strecke berechnet.
GPS arbeitet nur bei direktem Kontakt des Empfängers zum Satelliten, also nicht in U-Bahntunneln.Genauigkeit ca. 3m; deswegen teilweise für die Positionsbestimmung noch nicht exakt genug (gilt besonders für Trassen mit mehreren parallelverlaufenden Gleisen)